Veränderungen erkennen
Moderne MS-Diagnostik
Multiple Sklerose (MS) Behandlung
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sehr unterschiedliche Verläufe und Symptome zeigen kann. Eine frühzeitige und präzise Diagnostik ist entscheidend, um die Erkrankung sicher einzuordnen und eine passende Therapie zu beginnen.
Als erfahrene Neurologen in Hennef bieten wir Ihnen eine umfassende Betreuung bei MS – von der Diagnosestellung über die Verlaufsbeurteilung bis hin zur personalisierten Therapie.
Diagnostik „unter einem Dach“
Unsere Patientinnen und Patienten schätzen besonders, dass alle für die Diagnose und Verlaufskontrolle notwendigen Untersuchungen ambulant und an einem Ort durchgeführt werden können. Das bedeutet für Sie kurze Wege, schnelle Abläufe und eine eng abgestimmte Diagnostik.
Dazu gehören sowohl die klinisch-neurologische Untersuchung als auch moderne Verfahren der neurophysiologischen Diagnostik, wie EEG und evozierte Potenziale. Ergänzt wird dies durch umfassende MRT-Untersuchungen von Gehirn und Rückenmark.
Wenn erforderlich, kann zusätzlich eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquor) erfolgen. Dank der Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Labor ist dies häufig bereits im Rahmen der ersten Konsultation möglich.
Gerade bei einem akuten Verdacht oder einem möglichen Schub ist eine schnelle Abklärung wichtig. In solchen Fällen hat sich die Kontaktaufnahme über die Hausarztpraxis bewährt, sodass wir oft noch am selben oder spätestens am nächsten Arbeitstag eine erste Einschätzung vornehmen können.
MRT-Diagnostik bei Multipler Sklerose
Die Magnetresonanztomographie (MRT) spielt eine zentrale Rolle in der Diagnostik und Verlaufskontrolle der MS. Sie ermöglicht es, typische Veränderungen im Gehirn und Rückenmark sichtbar zu machen und den Krankheitsverlauf objektiv zu beurteilen.
In unserer Praxis verfolgen wir dabei ein konsequent standardisiertes Vorgehen. Alle MRT-Untersuchungen werden im selben modernen 3-Tesla-System mit identischen Aufnahmeprotokollen durchgeführt. Dadurch sind die Ergebnisse über Jahre hinweg direkt vergleichbar.
Das ermöglicht eine präzise Beurteilung von:
- Veränderungen bestehender Läsionen
- Auftreten neuer Herde
- Schubunabhängiger oder stiller Verschlechterung („PIRA“)
- Entwicklung des Hirnvolumens (Neurodegeneration und Atrophie)
Zusätzlich setzen wir seit Jahren KI-gestützte Auswertungsverfahren ein, weil gerade subtile Veränderungen der alleinigen Betrachtung mit dem menschlichen Auge entgehen können. Der KI-Einsatz ermöglicht hingegen eine quantitative Beurteilung (in Zahlen) dieser unaufdringlichen und oft stillen Veränderungen. Das bewährt sich besonders bei der Verlaufsbeurteilung im Rahmen einer stillen oder symptomarmen Verschlechterung: „PIRA„. (Progression Independent of Relapse-Activity).
Moderne multiparametrische MR-Sequenzen ermöglichen darüber hinaus Rückschlüsse auf die Myelinbeschaffenheit der großen Leitungsbahnen in Gehirn und Rückenmark. Auch hat sich die beständige Kooperation mit europäischen und außereuropäischen Partnern mehr als bewährt.
Diese Form der Diagnostik liefert eine wichtige Grundlage für Therapieentscheidungen und die Einschätzung der Krankheitsprognose.
Individuelle Behandlungsmöglichkeiten
Auch wenn die Multiple Sklerose derzeit nicht heilbar ist, haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten 30 Jahren deutlich weiterentwickelt. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf möglichst günstig zu beeinflussen und die Lebensqualität und Erwerbsfähigkeit langfristig zu erhalten. Im Vergleich zu den 1980er- und 1990er-Jahren gelingt dies heute oft und sehr zuverlässig!
In unserer Praxis bieten wir ein breites Spektrum moderner Therapieverfahren an, die individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt werden:
Kortison-Pulsbehandlungen (z. B. intravenöse Prednisontherapie) bei akuten Schüben
Immunmodulierende Basistherapien, etwa mit Interferonen, Glatirameracetat, Fumarsäure oder Teriflunomid
Eskalationstherapien mit modernen Wirkstoffen wie Fingolimod oder monoklonalen Antikörpern (z. B. Natalizumab, Ocrelizumab oder Ofatumumab)
In besonderen Fällen vermitteln wir zusätzlich spezialisierte Behandlungen, wie beispielsweise Immunadsorptionsverfahren, in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Köln.
Individuelle Betreuung im Alltag
Die Behandlung der Multiplen Sklerose erfordert eine langfristige und vertrauensvolle Begleitung. Wir legen großen Wert darauf, die Therapie individuell anzupassen und auch die persönliche Lebenssituation zu berücksichtigen. Bei der Terminplanung versuchen wir daher, insbesondere die Bedürfnisse berufstätiger Patientinnen und Patienten bestmöglich einzubeziehen.
Unser Ziel ist ganz klar: Ihnen eine verlässliche medizinische Betreuung bei Multipler Sklerose in Rhein-Sieg zu bieten und Sie auf Ihrem individuellen Weg bestmöglich zu begleiten.
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Nutzen Sie am besten unsere Online-Terminvereinbarung oder rufen Sie uns zu unseren Telefonzeiten unter 02242 906070 an.
Häufige Fragen zu Multiple Sklerose
Was ist Multiple Sklerose eigentlich genau?
Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei kommt es zu Entzündungen im Gehirn und Rückenmark, die die Weiterleitung von Nervenimpulsen stören können.
Woran merkt man, dass es Multiple Sklerose sein könnte?
Die ersten Anzeichen können sehr unterschiedlich sein. Häufig berichten Betroffene von Sehstörungen, Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder auch einer ungewohnten Schwäche. Wichtig ist, solche Veränderungen ernst zu nehmen und abklären zu lassen, auch wenn sie zunächst wieder verschwinden.
Wie wird Multiple Sklerose diagnostiziert?
Die Diagnose basiert auf mehreren Bausteinen. Dazu gehören eine neurologische Untersuchung, eine MRT von Gehirn und Rückenmark sowie ergänzende Verfahren wie evozierte Potenziale oder eine Untersuchung des Nervenwassers. Entscheidend ist immer das Gesamtbild, nicht ein einzelner Befund.